Pressemitteilung

INVESTMENT RADAR 11/2026: Anspannung und volatile Märkte halten an

Oberursel, 06.  November 2026

Geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und eine restriktive Geldpolitik prägten im Oktober die internationalen Kapitalmärkte. Vor allem Technologie- und KI-Aktien gerieten unter Druck, während Staatsanleihen von Umschichtungen profitierten. Nach den jüngstem Zwischenwahlen in den USA hat sich der Verkaufsdruck im Technologiesektor nochmals verschärft. Der aktuelle Investment Radar der BfV Bank für Vermögen AG ordnet die Entwicklungen des Monats Oktobers ein und zeigt, warum eine breite Diversifikation wichtig bleibt.

Die internationalen Kapitalmärkte bewegten sich im Oktober in einem schwankungsintensiven Umfeld. Vor allem der ungelöste Konflikt im Nahen Osten und anhaltende Inflationsrisiken bestimmten das Marktgeschehen. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent legte im Monatsvergleich um fast 15 Prozent zu und erreichte in der Spitze 117 US-Dollar. Anfang November ging der Ölpreis wieder deutlich zurück. An den Aktienmärkten zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Während der Dow Jones leicht zulegte, verlor die technologielastige Nasdaq 6,5 Prozent. Auch zahlreiche Halbleiterwerte standen unter Druck. Die Nvidia-Aktie gab im Oktober mehr als zwölf Prozent nach, AMD verlor rund 20 Prozent. Der DAX beendete den Monat bei knapp 26.000 Punkten, der SDAX verzeichnete ein Minus von rund einem Prozent.

Nach Redaktionsschluss des Investment Radars verstärkte sich der Verkaufsdruck auf Technologie- und KI-Aktien. Wachsende Zweifel an den hohen Investitionen und Bewertungen im Bereich der künstlichen Intelligenz sowie Sorgen vor strengeren regulatorischen Vorgaben belasteten die Märkte. Besonders deutlich zeigten sich die Kursverluste an den technologielastigen Börsen in Japan und Südkorea.

Notenbanken halten an restriktiver Linie fest

Die führenden Notenbanken hielten angesichts des anhaltenden Inflationsdrucks an ihrem restriktiven Kurs fest. Die US-Notenbank Fed beließ den Leitzins in einer Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Die US-Inflationsrate lag zuletzt bei 3,7 Prozent. Die Kerninflation beim PCE-Deflator betrug im September 3,1 Prozent und lag damit weiterhin deutlich über dem Zielwert der Fed von zwei Prozent. Eine Zinserhöhung im Dezember galt daher als sehr wahrscheinlich. Auch die Europäische Zentralbank ließ ihren Leitzins unverändert bei 2,5 Prozent. Sie bewegte sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen erhöhten Inflationsrisiken und verschärften Finanzierungsbedingungen. Weitere Zinserhöhungen blieben deshalb denkbar.

Staatsanleihen profitieren von Umschichtungen

Nach dem deutlichen Anstieg der Anleiherenditen in den Vormonaten beruhigte sich die Lage im Oktober etwas. Der Abverkauf bei Technologie- und KI-Aktien erhöhte die Nachfrage nach Staatsanleihen und ließ die Renditen sinken. Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen lag zum Monatsende bei 5,3 Prozent. Zehnjährige US-Staatsanleihen fielen unter die Marke von fünf Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen notierte bei 3,3 Prozent. Der Goldpreis rutschte zum Monatsende zunächst unter die Marke von 4.000 US-Dollar. Anfang November erholte sich das Edelmetall zwischenzeitlich wieder und notierte am 6. November oberhalb dieser Marke.

Breite Streuung bleibt entscheidend

„Die Kapitalmärkte bewegen sich im Spannungsfeld einer herausfordernden Gemengelage. Die schwierige geopolitische Situation im Nahen Osten, die hartnäckige Inflation und der Verkaufsdruck bei KI- und Technologieaktien erschweren eine nachhaltige Orientierung. Die jüngsten Kursverluste zeigen, wie schnell hoch bewertete und stark konzentrierte Marktsegmente unter Druck geraten können. In diesem Umfeld sind Wachsamkeit und eine breite Streuung über Anlageklassen und Anlagestile ratsam“, sagt Dr. Frank Ulbricht, Vorstand der BCA AG und Vorstandsvorsitzender der BfV Bank für Vermögen AG.

Für Vermittler steigt damit der Bedarf an einer fundierten und verständlichen Einordnung der Kapitalmarktentwicklung. Als Maklerpool verbindet die BCA AG gemeinsam mit der BfV Bank für Vermögen AG Investmentkompetenz, digitale Prozesse und persönliche Unterstützung. Das hilft Vermittlern, Chancen und Risiken nachvollziehbar zu erläutern und ihre Kunden auch in schwankungsintensiven Marktphasen professionell zu begleiten.

Der vollständige INVESTMENT RADAR 11/2026 ist eine Publikation der BfV Bank für Vermögen AG und steht unter BfV_Investment-Radar_Nov2026_V1.pdf zur Verfügung.